Grundsätzlich ja. Denn in der schubfreien Zeit sind CU-Betroffene meist ähnlich belastbar wie gesunde Menschen. Während eines akuten Schubs sind oft keine schweren körperlichen Arbeiten möglich, Tätigkeiten am Schreibtisch möglicherweise schon. Allerdings kennt niemand deinen Körper so gut wie du selbst. Es ist daher wichtig, dass du Verantwortung für dich und deine Gesundheit übernimmst.
Natürlich macht es deine Arbeit erheblich leichter, wenn du von deinem Arbeitsplatz aus schnell eine Toilette erreichen kannst. Deshalb sind Berufe wie Chirurg:in, Kranführer:in, Briefträger:in oder Arbeit am Fließband weniger geeignet.
Wenn sich in den Büros deines Unternehmens keine akzeptable Lösung finden lässt, könnte vielleicht Homeoffice eine Hilfe sein. Wenn du deinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kannst, ist eine Umschulung möglich. Sie wird entweder von der Agentur für Arbeit oder von der Deutschen Rentenversicherung gefördert, je nachdem, ob du von Arbeitslosigkeit bedroht bist, weil du deine aktuelle Tätigkeit nicht mehr ausüben kannst, oder ob du lange krank warst und wieder ins Arbeitsleben zurück möchtest. Es gibt viele Fördermöglichkeiten, auch Bafög für ein (Online-)Studium ist möglich. Beratung und Hilfe findest du bei der Agentur für Arbeit und persönliche Beratung hier:
- Bürger:innentelefon des BMAS zum Thema Arbeitsmarktpolitik und -förderung:
030 221 911 003
- Servicetelefon der Bundesagentur für Arbeit für Arbeitnehmer:innen:
0800 4 5555 00
Manchmal kann es auch hilfreich sein, die Arbeitsstelle zu wechseln, wenn die Arbeitslast und der Druck am Arbeitsplatz zu groß sind. Aber auch Teilzeit kann eine Option für dich sein.